Bilder - Albanien April 2011
Albanien 2011
15. – 27.04.
Tag 1
Am ersten Tag unserer Reise sind wir von Detmold bis nach Föching bei Holzkirchen in Bayern gefahren und haben im Gasthof "Zum Neuwirt" eine Nacht verbracht.
Tag 2
Am nächsten Morgen wurde die Fahrt bis nach Venedig fortgesetzt, dort nahmen wir die Fähre nach Igoumenitsa / Griechenland. Die 24 Stunden auf der Fähre können manchmal etwas "zäh" sein und kamen uns wie 3 Tage vor. Auf der Fähre sind die Preise, unserer Meinung nach, für die Verpflegung recht hoch, deshalb haben wir uns vorher mit etwas Proviant eingedeckt.
Tag 3
Da wir recht spät in Igoumenitsa angekommen sind, haben wir eine Nacht in einem Hotel verbracht. Gut ausgeruht musste am nächsten morgen erst einmal der mitgeführte Metzeler Karoo montiert werden. Danach wurde die Fahrt Richtung Vikos Schlucht bei Monodendri fortgesetzt, die laut Wikipedia die tiefste Schlucht der Erde sein. Anschließend fuhren wir endlich nach Albanien. In Përmet angekommen, suchten wir uns Unterkunft für eine Nacht.
Tag 4
Am nächsten morgen sind wir zunächst Richtung Norden gefahren, um die alte Kirche in Kosine zu sehen. Nach einem Frühstück mit tollem Ausblick ging es auf einer schönen Strecke nach Devone weiter. Dort wollte ich mir das alte Bergwerk, aus dem für Bergbauinteressierten bekannten YouTube Video (http://www.youtube.com/watch?v=OVi8y789ohA), ansehen. Um zu dem Bergwerk zu gelangen, mussten wir an einem besorgniserregenden örtlichen Gefängnis vorbei fahren und fanden dann irgendwann die Piste, welche zu der alten Mine führt. Das Außengelände habe ich, wegen dem Video, sofort wiedererkannt. Leider ist dort inzwischen alles richtig verfallen, dennoch brannte an einem Lorenkipper Licht, welches für eine gespenstige Stimmung sorgte. Von Devone fuhren wir direkt nach Korce, hier blieben wir ebenfalls nur eine Nacht.
Tag 5,6 und 7
Am nächsten morgen sind wir Richtung Maliq gefahren um eine weitere alte Kohle Mine zu besichtigen. Weiter nördlich auf der Piste "MaliqGramsch" bogen wir rechts an einem alten Holzkohleköhler-Platz ab, aber leider endete diese Piste in mehreren Sackgassen mit tiefen Spurrinnen und ganz viel Schlamm. Irgendwann hat uns die Lust verlassen weiter im Schlamm zu fahren und sind deshalb zurück nach Maliq gefahren und dann weiter nach Progradec am Ohridsee um von dort aus nach Mazedonien zu gelangen. Am späten Nachmittag sind wie in Ohrid / Mazedonien angekommen und sind direkt zu " Neims" Hotel gefahren, da er uns empfohlen wurde. Sein Hotel und Restaurant liegt im Ende der Fußgängerzone und sei jedem Motorradfahrer von uns ebenfalls wärmstens empfohlen. Neim ist selber Motorradfahrer und unternimmt Reisen durch ganz Europa auf zwei Rädern. Außerdem ist er Chef vom Ohrid Motorcycle Touring Club. Wir blieben für zwei Nächte in Ohrid, um uns die Stadt etwas genauer anzusehen. Ohrid ist eine wirklich sehr schöne und saubere Stadt (im Gegensatz zu den Städten am albanischen Ufer des Ohridsees) mit günstigem Preisniveau.
Tag 8
Nach einem ausgiebigen Frühstück am 2. Tag bei Neim fuhren wir den Drin entlang, um bei Debar wieder nach Albanien einzureisen. Wieder in Albanien ging die Reise Richtung Bulqize weiter. Eine fürchterliche vom Bergbau gezeichnete Stadt. Im Internet finden sich auch einige haarsträubende Geschichten, in denen es um illegalen Organhandel in der Stadt geht. Aus diesem Grund haben wir zugesehen, dass wir schnell weiter Richtung Burrel und anschliessend nach Peshkopi kommen. Eine landschaftlich sehr schöne Piste mit grandiosen Aussichten. Abend in Peshkopi angekommen buchten wir uns in ein riesiges Hotel (fast eine Stadt für sich) ein, aber leider war das Essen extrem schlecht. Ein frittiertes unpaniertes Stück Schweinefleisch wurde uns da als Steak verkauft, ekelhaft.
Tag 9
Ausgeruht fuhren wir am nächsten Tag auf eine wunderschöne Piste weiter bis nach Kukes. Vor dort aus nahmen wir die ca. 100km lange Strecke durch die Berge bis nach Fierze und Bajram Curri. In Bajram Curri angekommen buchten wir uns dort für zwei Nächte in einem Hotel ein. Dort lernten wir einen Lebensmittelhändler kennen, der einige Jahre in Deutschland gelebt hatte. Für das Abendessen wurde uns von ihm ein gutes Restaurant empfohlen, in dem leckeres einheimisches Essen gab. Am nächsten morgen fuhren wir in das Velbonatal. Wir waren allerdings etwas enttäuscht. Außer einer extrem breiten Schotterpiste sieht es dort auch nicht anders aus als in den Alpen. Die Strecke ist eher was für Wanderer, weil man zu Fuß viel mehr sehen würde. So blieb unser Eindruck beschränkt auf den mit der BMW befahrbaren Teil. Deshalb fuhren wir noch mal in die Berge und verbrachten den Tag auf einer kleinen Wiese in der Sonne und ich handelte mir den ersten Sonnenbrand des Jahres ein. Abends konnten wir uns mit dem netten Lebensmittelhändler in einem Café ein paar Getränke gönnen und mit ihm etwas über das tägliche Leben in Albanien plaudern.
Tag 11
Früh mussten wir aufstehen um die Fähre um 7:00 Uhr über den Komanstausee zu erwischen. Ein wirklich spannendes Erlebnis. Solch eine Fähre wird man woanders in Europa so schnell nicht finden. Auch wenn der Zustand besorgniserregend anmutet, schippert die Fähre sicher zum andern Ufer. Der Ausblick während der Fahrt ist atemberaubend. Am anderen Ufer angelangt fuhren wir weiter bis nach Shkoder. Eigentlich wollten wir dort noch eine Nacht bleiben, entschieden uns dann spontan aber dagegen, da die Stadt extrem überfüllt war und nicht unseren Erwartungen entsprach, deshalb sind wir direkt weiter nach Montenegro gefahren. Dort sind wir auf einer schönen Strecke durch die Städte Niksic, …… direkt nach Bosnien und Herzegowina (BIH) gefahren. In BIH haben wir uns in Sarajevo eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht und sind dann schließlich im Hotel Banana Citiy (www.Banane.na) untergekommen. Ein sehr schöner Name, aber ist nicht das was man im ersten Augenblick vielleicht denken könnte. Ein sehr schönes Hotel, nur wir haben zu spät gesehen, dass es direkt an einem Großmarkt ist und wir dementsprechend um 4Uhr morgens von den ersten LKWs geweckt wurden. Am Abend haben wir die Stadt Sarajewo erkundigt und mussten feststellen, dass die Stadt einer der modernsten auf unserer Reise ist. Vielleicht liegt es auch da dran, dass die Stadt quasi neu aufgebaut werden musste nach dem Krieg. Die spuren vom Krieg sind in manchen Gegenden noch sehr deutlich zu sehen, wie z.B. dass einige Häuser wie Schweizer Käse aussehen, da sie von Munitionen durchlöchert worden sind. Die Innenstadt ist aber wirklich sehr schön, mit modernen Cafés und Boutiquen.
Tag 12 und 13
Am nächsten Tag hieß es dann: ab nach Hause! Wir sind von Sarajewo nach Kroatien gefahren, dort hatten wir leider sehr viel Pech mit dem Wetter. Auf der Strecke durch Kroatien hatten wir nur regen. Aber wir sind ja nicht aus Zucker, wir haben unsere Regenkombis angezogen und sind direkt weiter gefahren Richtung Österreich via Slowenien. In Trieben / Österreich haben wir im "Triebener Hof" eine Nacht verbracht. Das Essen dort ist sehr zu empfehlen. Am nächsten Tag sind wir auf dem direkten Weg nach Detmold zurückgefahren und waren um ca. 18Uhr zu Hause. .
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